Brandaktuell
entschuldigt dass ich mich nichts gepostet hab letzte Woche. Letzte Woche war ich nun schon zum dritten mal in Nairobi. Wir mussten einen unserer Jugendlichen zu seinem College begleiten. Die Regeln dort scheinen ziemlich strikt zu sein. Ein Bier oder eine Zigarette sind Anlass genug damit man von diesem College geworfen wird. Dennoch, oder gerade deswegen, machte das ganze einen seriösen Eindruck.
Aber zurück zu Nairobi. Ich wollte, und ich hab es wirklich versucht, der Stadt eine Chance zu geben aber Nairobi ist für mich eine Stadt ohne Flair, ohne etwas besonderes. Sie ist nur hektisch und dreckig. Das einzig Gute dort ist, dass man alles bekommt was in irgendeiner oder auch keiner Weise sinnvoll zu besitzen ist. Trotzdem reise würde ich nicht für ein Glas Nutella 7-13 Stunden fahren. Leider bin ich in Bungoma ziemlich abseits und muss immer ewig reisen bis ich einen anderen Freiwilligen treffen kann.
Da ich abends immer die Kinder beim Lernen beaufsichtige werden die verbleibenden Kapitel meines Suahelibuches immer weniger. Suaheli ist an sich ein einfache Sprache, doch es besitzt eine vollkommen andere Struktur also europäische Sprachen. Eine ganze Menge wird an das Verb gepackt: Personalpronomen, Präpositionen und Verneinungen. Das Verb kann damit so lang werden wie ein durchschnittlicher geschriebener Satz eines Fünftklässlers.
Vor einigen Wochen schrieb ich über den 11 Jährigen ausgemergelten Jungen. In der Zwischenzeit geht es ihm viel besser. Er läuft, isst und wirkt viel, viel aufmerksamer und geistig anwesender als bei seiner Ankunft.