Donnerstag, 26. Januar 2012
An der Ostküste
Nachdem ich aus Kakuma zurück kam, genoß ich nach 2 Nächten auf den eher unkomfortablen Bussitzen ein Nacht in meinem Bett. Am folgenden Abend machte ich mich auch schon wieder auf den Weg nach Nairobi und von dort nahm ich den nächsten Bus nach Mombasa um noch rechtzeitig zu Sylvester die bekannteste kenianische Küstenstadt zu erreichen.
Es ist immer wieder interessant was für Leute man im Bus kennenlernt. Neben mir saß ein junger Mann der schicke Autos von Mombasa nach Uganda oder in den Sudan fährt. Er bot mir an mich mit nach Bungoma zu nehmen aber dies erlaubten meine Pläne nicht. Ich wollte noch die Ostküste besuchen.
In Mombasa schliefen wir zu 13t bei den dort lebenden Freiwilligen. In der vollgerammelten Wohnung ohne Mückennetz zu schlafen war für viele kein Spaß. Ich jedoch hatte Glück und bekam wenige Stiche ab. Es gab wohl jemandem mit schmackhafterem Blut.
Sylvester verbrachten wir am Strand. Menschenmengen tummelten sich dort und unsere Mädels waren ständig damit beschäftigt Körbe zu verteilen. Wir blieben bis zum Sonnenaufgang am Strand. Das neue Jahr barfuss mit feinstem Sand unter den Füßen zu erleben hat schon einen besonderen Reiz.
Einen Tag darauf fuhr ich mit einer Freiwilligen nach Kilifi. Nach einer Schnorcheltour im Korallenriff und Fußball schauen fuhren wir weiter nach Malindi, dem Mekka der italienischen Touristen. Doch das dreckige Wasser ließ uns schon nach wenigen Stunden nach Watamu weiterfahren. Das 15000 Einwohner Dorf hat unglaubliche Strände, die natürlich auch jede Menge Touristen an- oder ausziehen. Watamu allerdings wird dem Ruf Malindis gerecht. Der Ort ist 2 sprachig und jedes man wird ständig mit „Ciao“ angesprochen. In den dortigen Straßen dominieren Pizzerias und Pastageruch.
Hier trifft man auch oft folgendes Bild an: ein Tourist beliebigen Alters und Geschlechts spaziert mit einem/ einer jungen KenianerIn den Strand entlang. Sextourismus in voller Blüte, meist mit Touristen die ihre Blütezeit nur noch auf Bildern begutachten können.